#1 JOHN MCBAIN von deathampdrone 28.09.2007 01:22

die neu platte von dem guten is ganz grosses tennis ....... psych-chillout vom feinsten. jetzt weiss ich auch wieso monster magnet so scheisse geworden sind ohne ihn !!!

BIOGRAFIE
John McBain



Die Karriere des 1965 geborenen Gitarristen John McBain beginnt 1990, als er sich mit den Herren Dave Wyndorf, Tim Cronin, Joe Callandra und Jon Kleiman zur Band Monster Magnet zusammen schließt. In dieser Besetzung nimmt man das drogenvernebelte Psychedelic Rock-Meisterwerk "Spine Of God" auf, das 1992 erscheint.

Die Vorliebe des Gitarristen für 70er Rock entwickelt sich bereits früh, als er die Grateful Dead-Platten aus dem Zimmer seines Bruders dröhnen hört, später hortet er Deep Purple-Platten. Als der zwölfjährige McBain einen Devo-Auftritt bei "Saturday Night Live" sieht, ist es dann vorbei mit Arenarock. Punk ist sein neues Faible.

1984 schauen Black Flag für ein Konzert in New Jersey vorbei. McBain findet man im Moshpit vor der Bühne. Von da an nimmt er auch öfters eine Gitarre in die Hand und gemeinsam mit Sänger und Drummer Tim Cronin gründet er 1989 Dog Of Mystery. Als der Gitarrist und spätere Sänger Dave Wyndorf zur Truppe stößt, ändern sie ihren Namen um in Airport 75, mit Joe Calandra und Jon Kleiman schließlich in Monster Magnet.

Nach einer Europa- und Nordamerika-Tournee verlässt McBain die Band 1993 wegen Unstimmigkeiten mit Wyndorf und spielt mit Bassist Alan Davis und den Soundgarden-Kollegen Ben Shepherd und Matt Cameron in der Garage Rock-Band Hater, für die er ins nordwestliche Seattle zieht. 1994 ist er gemeinsam mit dem damaligen Kyuss-Gitarristen Josh Homme und Fu Manchu-Drummer Brant Bjork an den ersten Desert Sessions beteiligt. Im selben Jahr ruft McBain mit Cameron und Keyboarder Glenn Slater die Band Wellwater Conspiracy ins Leben, die bis 2003 drei Alben veröffentlicht. Mit einem Song ihres selbstbetitelten, dritten Albums tritt die Band sogar bei David Letterman auf.

2004 zieht John McBain nach San Francisco, wo er sich der Songs annimmt, die bisher nie so recht auf ein Album der Wellwater Conspiracy passen wollten. Mit partieller Mithilfe seiner früheren Bandkollegen Kleiman und Cronin nimmt er sein erstes Soloalbum "The In-Flight Feature" auf, das den monotonen Drive alter Krautrock-Bands (Neu!, Faust, Can) mit der hippiesken Atmosphäre früher Pink Floyd-Platten mischt. Das Werk erscheint auf Brant Bjorks Duna-Label.


THE IN FLIGHT FEATURE
John McBain trägt ein großes Erbe. Mit ihm aber auch das Schicksal, dass sein Name bei vielen Rockfans nicht den verdienten Beifallssturm auslöst. Dabei war es McBains Gitarre, die 1992 einer Band namens Monster Magnet zu ihrem bis heute unumstößlichen Psychedelic Rock-Meisterwerk verhalf.
Mit McBains erstem Soloalbum "The In-Flight Feature", um es gleich vorweg zu sagen, wird sich dahingehend wenig ändern. Was den Mann aus New Jersey aber nicht sonderlich stören wird, zumal er nach seinem Ausstieg bei Monster Magnet wenig reputationsträchtige, geschweige denn einträgliche Engagements angenommen hat. Zwar spielte er 1998 mit Josh Homme die ersten QOTSA-Demos ein, das erfuhr aber so gut wie keiner. Verbürgt ist vielmehr, dass McBain um 1993 bei der Seattle-Combo Hater mit den Soundgarden-Männern Matt Cameron und Ben Shepherd jammte, woraus später die Wellwater Conspiracy erwuchs.

TRACKLISTE

1.
The Underwater Pornographer's Assistant
2.
Vimanas Over Nob Hill
3.
In Santiago Airspace
4.
Centaur Of The Sun
5.
Motherboard
6.
HubbleBubble
7.
Farewell Iron Age
8.
Vs 666
9.
Metronomicon
10.
Fog Machine
*

2006 ist John McBain, Jahrgang 1965, wieder zu einem alten Grundsatz zurück gekehrt, der da lautet: "It's a satanic drug thing ... you wouldn't understand." 46 Minuten lang bläst er mit Hilfe ausufernder Fuzz-Gitarren und fiependen Analog-Synthies einen hippieesken Krautrock-Ballon auf, der an so mancher Stelle zu platzen droht, stattdessen aber nur noch höher steigt. Zwar rät der Musiker im Booklet zum geerdeten Kopfhörer-Trip, doch schon der Albumtitel deutet an, dass danach abgehoben wird. Auch klar, dass Gevatter Brant Bjork seine Labeltore weit öffnete, um dieses Klangepos veröffentlichen zu dürfen, schließlich geht es bei McBain mitunter bunter zu als auf Queens "Flash Gordon"-Soundtrack.

"The In-Flight Feature" ist allerdings mehr als nur ein Bjork'scher Freundschaftsdienst fürs Protokoll der Rock-Annalen. Gleich der Beginn mit lärmendem Startbahngetöse und sich langsam heraus schälenden, kristallklaren Gitarrentupfern lässt die Soundkaskaden früher deutscher Innovatoren (Faust/Can/Neu!) wieder aufleben. Nicht zuletzt dank der exakten Drehzahl von Michael Rothers altem Krautmotor sorgt das zehnminütige und reichlich zur Endorphinausschüttung beitragende "In Santiago Airspace" für Trouble in der Magengegend. Ganz ohne Luftlöcher. Ab und an lässt McBain seinen Kumpel Gerry Amandes weltfremde Dinge schief einsingen ("HubbleBubble"), oder er jagt dessen Stimme gleich durchs Effektgerät, wie im herrlich den Pop-Ansatz Syd Barretts aufgreifenden Echo-Opus "Centaur Of The Sun".

Rhythmisch abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Sounddetail komponiert, macht McBain unter partieller Mithilfe seiner Ex-Kollegen Jon Kleiman (Drums) und Tim Cronin (Gitarre) überzeugend deutlich, dass er auch 14 Jahre nach "Spine Of God" noch die richtigen Platten im Schrank stehen hat (frühe Pink Floyd bis "Dark Side Of The Moon") und tritt ganz nebenbei mit Spacetrip-Klassenprimus John Frusciante um die Vorherrschaft im Neo-Kraut-Genre an. Jener kümmert sich zwar derzeit gerade wieder um die Rettung der Rockmusik, hat aber bekanntlich einen 72-Stunden-Tag. Sein Krautrock-Experiment "A Sphere In The Heart Of Silence" hat mit "The In-Flight Feature" nun ein kleines Brüderchen bekommen.

#2 RE: JOHN MCBAIN von David 30.09.2007 18:22

Zitat
psych-chillout



via mymurdoch klingt einiges recht interessant (z .b. upa) aber nie zwingend.
ist wohl so ein "entweder das ganze album oder sense" ding.

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